Textversion

Du bist hier:

Ägypten

Eastbourne 2007

Mallorca 2007

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite

Kontakt

Impressum

Sitemap

Suchen


in alter Zeit eher KEMET genannt, ist ein wunderschönes Land.
Heute kämpft die neue Zeit mit der alten Zeit, denn eigentlich kommen alle Touristen in das Land, um die alten Pyramiden, die alten Gräber usw. kennen zu lernen, aber weniger, um die "neuen" Menschen zu entdecken.

Wir haben beides gemacht und bevor ich über das alte Kemet erzähle, möchte ich ein paar Sätze vorausschicken.

Wenn man in Ägypten ankommt wird man meist begrüßt mit "Salaam" – Frieden sei mit dir (In Hocharabisch heißt es sogar Salaam A-Ley-koom), aber das sagt keiner.

Den normalen Ägypter stellt man sich so vor, dass er in einer Art Nachthemd, (Galabija) herum läuft, was bei der Hitze sehr angenehm sein kann und da es oft sehr heiß ist, ist die normale Begrüßung viel zu lang und so schwingt er lässig einen Arm nach oben und murmelt Salaam und bei der Verabschiedung: Ma Salaama.

Am Morgen hört man auch: Sa-ba'-el heer – Guten Morgen
Wir als Profis antworten dann: Sa-ba'-el fol – Der Morgen sei wie Jasmin.

Der Ägypter denkt sich etwas neues Nettes aus und so erscheint es dem Touristen, als würden die sich grüßenden Ägypter in eine wilde Murmelei verfallen. In Wirklichkeit grüßen sie sich artig mit den nettesten und auch poetischen Grußformeln.
Leider ist es uns einmal bei der Aussprache passiert, dass wir Sa-ba'el fuol erwiderten und das sind Saubohnen und die Ägypter haben sich kaputt gelacht.
Die gleiche Formel wird dann am Abend verwandt: Masa'el heer usw. und man hängt einfach wieder nette Dinge an.

Hieroglyphen

Verlassen wir das Ägypten der Neuzeit und kehren ein in Kemet!
Auf jeden Fall muss alles vergessen werden, was man im Fernsehen usw. gesehen hat. Die Flüche, die wandelnden Mumien und vor allem auch, die Forscher, die ein "goldenes Buch" aufschlagen oder sich vor eine Tempelwand stellen und die Hieroglyphen lesen, als hätten sie nie etwas anders getan. Nur ganz – ganz – ganz wenige Forscher können wirklich spontan die Schrift lesen, den meisten geht es eher wie uns und die müssen sich mühsam die Geschichte, die sich hinter der Schrift der alten Ägypter versteckt, erarbeiten.

Dabei sind wir nun schon im Thema: Hieroglyphen wird die Schrift der Ägypter genannt. Aber nur die besondere Schrift, die an den Tempeln und in den Gräbern gemalt wurde. Für viele andere Dinge, gibt es noch eine andere Schrift.

Wir wollen hier aber nur über Hieroglyphen sprechen, das ist schon verwirrend genug. Zunächst einmal ist es eine Schrift voller Bilder und wenn man einen Tempel oder ein Grab ansieht und man kann eigentlich nur eine Vielzahl von verschiedenen Bilder erkennen, denen man niemals eine furchtbar schwere Grammatik, die ja jeder aus der Schule kennt, zuordnen würde.
Ich kann mich hier nur auf eine kurze Einführung beziehen, Ihr würdet sonst ja wirre werden und das will ja keiner.

Einfach ist die Hieroglyphen-Schrift allerdings nicht. Zum einen gab es keine besonderen Zeichen für Vokale, also so etwas wie "a", "u" und "e", zum anderen gab es neben Zeichen für Konsonanten auch Zeichen für Silben, wie für "wun" oder "neb".
Es gibt Einkonsonanten Zeichen, Mehrkonsonanten Zeichen, es gibt besondere Zeichen, die auch das bedeuten, was sie darstellen.
Wird zum Beispiel ein Auge dargestellt, mit der Augen-Hieroglyphe, die ir bedeutet,
ist dann ein Strich unter dieser Hieroglyphe bedeutet es auch Auge, ansonsten kann es einfach nur mitten im Wort stehen und die Buchstaben ir bezeichnen.
Schwer – oder?

Damit es ein wenig Spaß macht und ich nicht nur über Grammatik schreibe,
hier ein kleines Alphabet, ein Bruchteil der Buchstaben, damit könnt Ihr Eure Namen schreiben:

Aber, es ist nur ein Bruchteil, der Hieroglyphen, die es eigentlich gibt. Wenn man vor einem riesigen Tempel steht, z.B. vor dem Tempel der Hatschepsut, eine große Pharaonin und auf die Wände starrt, sieht man viele Bilder und neben den Bildern eine Menge Hieroglyphen.
Der "Forscher" schreibt die Bilder ab, versucht herauszubekommen, in welcher Reihenfolge sie gelesen werden, denn sie können von rechts nach links, von links nach recht und von oben nach unten oder sonst wie gelesen werden. Meist gibt es einen kleinen Trick und zwar liest man in die Richtung, in die auch die Tiere gucken.
Das heißt, wir haben zunächst die Bilder und dann übersetzen wir in die heutige Schrift und erst dann können wir uns an das eigentliche übersetzen machen.
Das hieße bei dem Namen der Pharaonin:

Hatschepsut

Hatschepsut

So sieht z.B. eine Wand des Tempels aus und wenn man genau hinsieht, kann man erkennen, wie dicht die Hieroglyphen darauf geschrieben sind und man muss genau hinsehen, um alles zu erkennen.

Die dicke Frau ist die Königin von Punt und ein Foto von der Wand, die Zeichnung wird gemacht, damit man die Schrift besser entziffern kann.

Na, ich denke, jetzt ist Euch jede Lust vergangen diese Schrift zu lernen. Aber, kein Problem. Wenn man ganz langsam beginnt und sich dann durch arbeitet, kann man Jahre später diese Wand oder besser gesagt diese Wände auch lesen, so wie wir.
Wir mussten ca. 4 Jahre an dieser Geschichte verbringen und in Kurzform hatten wir dann folgendes entdeckt:

Die Pharaonin Hatschepsut schickte ihre Leute aus, dass sagenhaft Land Punt zu suchen. Dort gab es kostbare Schätze. Weihrauch, Gold und Myrre und diese Schätze wollte sie unbedingt haben. Die armen Leute mussten Jahre suchen, (wie auch wir Jahre brauchten, um die Geschichte zu lesen) und als sie dann wieder kamen, waren die Schiffe angefüllt mit besonderen Pflanzen, Gold, (das sind die Ringe), Weihrauch und viele andere Schätze. Sie hatten auch die dicke Frau getroffen, die die Herrscherin dieses Landes war und sie waren sehr beeindruckt davon, dass die Frau so dick war. Außerdem brachten sie auch noch einen "Zwerg" mit, der viele Jahre am Hofe der Pharaonin lebte. Und das alles, stand in den Hieroglyphen, die wir entzifferten.

Nun genug davon! Ihr seid verwirrt genug und ich denke, Ihr habt nun auch genug zum Nachdenken!

Versucht doch einfach mal Eure Namen in Hieroglpyhen zu schreiben und
ich wünsche Euch viel Spaß dabei.

Autorin dieses Berichtes ist:


Marion Heidkamp



Rezept-Tipp Ägypten

Flammeri aus Reismehl - Mehallabia Die Rosinen in heißem Wasser wuellen lassen. Die Milch erhitzen. In einem Topf den Zucker mit dem...

Linsensuppe mit Knoblauch - Shurit Ads Die Linsen verlesen und waschen. Die Hühnerbrühe in einem großen Topf zum Kochen bringen. Die Zwi...

Okra-Auflauf - Bamia Die Okras mit einem Tuch abreiben, waschen, trocken tupfen und die Stile abschneiden. Die Zwiebel...